Institut für Bildung und Entwicklung
Caritas - Nah. Am Nächsten.

Geprüft und empfohlen

Fachexkursion nach Nürnberg


Altenhohenauer Schüler auf Achse

Es ist ein Gebot der Stunde, die gesellschaftlichen Veränderungen zu erkennen und aktiv an der Gestaltung mitzuwirken. Die Caritas Schulen in Altenhohenau haben es sich zur Aufgabe gemacht, heute für die Zukunft zu lernen. Die SchülerInnen der Fachschule für Heilerziehungspflege und der Berufsfachschule für Altenpflege informierten sich in Nürnberg über generationenübergreifende Spiel- und Aktionsräume.
Gerade in einer alternden Gesellschaft ist es wichtig, etwas für die Gesundheit und das Wohlbefinden zu tun. Die Stadt Nürnberg hat bereits vor Jahren begonnen, an unterschiedlichen Orten, Anregungen für Körper, Seele und Geist zu schaffen. Neben etablierten Institutionen wie dem „Erfahrungsfeld der Sinne“ und dem „Turm der Sinne“ erweitern neue Installationen, z.B. Seniorenspielplätze“ das Angebot.

Optische Täuschung

Das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne war das erste Ziel der Fachexkursion. Es geht zurück auf Hugo Kükelhaus (1900-1984). In einer mehr und mehr von Medien bestimmten Welt gibt es wichtige Anregungen zum Erfassen der Wirklichkeit, vermittelt Erkenntnisse über Zusammenhänge der natürlichen Umwelt

gustatorischer Sinn

und verwirklicht Grundsätze eines ganzheitlichen, freudevollen Lernens.

Ein weiteres Besuchsziel war der Nürnberger Mohrenturm. Er beherbergt ein Museum. Im Turm der Sinne drängt sich die Frage auf: Ist das, was wir wahrnehmen, wirklich immer wahr?

Homunkulus

Turm der Sinne


In fünf Stockwerken kommt man mit Auge, Ohr, Hand, Nase und Mund alltäglichen Phänomenen auf die Schliche und kann nach Belieben experimentieren. Die sinnliche Erfahrung führt zu einer vergnüglichen Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Phänomenen der Wahrnehmung.


Die letzte Station der Fachexkursion informierte die FachschülerInnen und BerufsfachschülerInnen über bestehende Seniorenspielplätze.
Die Idee, älteren Menschen auf öffentlichen Grünflächen eine Gelegenheit zu sportlicher Betätigung zu bieten, kommt aus China. Seit den 1990er Jahren setzte sich diese Erkenntnis auch in Deutschland durch. Die Stadtverwaltungen versuchen der steigenden Bedeutung von Freizeitangeboten für Senioren, durch die Einrichtung von Seniorenspielplätzen Rechnung zu tragen. Ziel ist es, zusätzliche Begegnungsorte für Jung und Alt zu schaffen.

2006 schlug der Sportbürgermeister von Nürnberg, Horst Förther der Sportkommission vor, „Seniorenspielplätze“ im Stadtgebiet anzubieten. Nicht nur Politik und Medien fanden die Idee interessant. Auch 90 Prozent der vom Sportservice befragten Senioren wünschen sich ein Bewegungsangebot, das sich in Wohnortnähe befindet oder mit Bus und Bahn leicht erreichbar ist. Wichtig sind neben den speziell konzipierten Geräten und der guten Erreichbarkeit auch Toiletten, ein ebenerdiges Gelände und genug Schatten.

Im November 2006 wurde die Spielanlage in Eibach eingeweiht, im Mai 2007 eröffnet am Seniorenzentrum Martha Maria ein "Aktions-Parcours" mit sieben Fitnessgeräten, Bocciabahn und Riesenschach für ältere Menschen. Nicht nur die Bewohner der Seniorenwohnanlage und des Pflegeheims, sondern alle Bürger können dort trainieren.

NürnbergDie Reise nach Nürnberg hat viele Eindrücke hinterlassen und den Boden für Neues bereitet.
Die beruflichen Schulen des Diözesan-Caritasverbandes München und Freising haben sich zum Ziel gesetzt, eine qualifizierte Ausbildung mit umfassenden theoretischen Kenntnissen anzubieten, vielfältige Anregungen für praktische Erfahrungen zu geben und Interesse und Neugierde für Zukünftiges zu wecken.

Elfriede Pauli




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